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ikonographie

Auf den sefardischen Grabsteinen entfalten sich im 17. und 18. Jahrhundert eine Fülle von Motiven sowie ein reiches Bildprogramm figürlicher Szenen, das auf den ersten Blick für die jüdische Kunst nicht charakteristisch ist. Es weist große Ähnlichkeit mit der zeitgenössischen christlichen Kunst auf und ist wohl nur aus einem christlichen Einfluss heraus zu erklären. Die Einzigartigkeit der jüdisch-portugiesischen Grabkunst zeigt sich in der Darstellung von Menschen- und Tiergestalten unter Verletzung des zweiten Gebots: „Du sollst Dir kein Bild machen, kein Abbild dessen, was im Himmel droben und was auf Erden hier unten und was im Wasser und unter der Erde“ (Exodus 20, 4), das später mit dem Verbot der Bilderverehrung (2. Mose, 20, 5) verknüpft wurde. 

 

What Happened in Izmir, was Soon the Talk of Hamburg. Shabbetai Sẹ vi in Contemporary German Press Reports (pdf)
von Michael Studemund-Halévy

 

Über den Tod hinaus. Sefardische Grabkunst in der Alten und in der Neuen Welt (pdf)

von Michael Studemund-Halévy


 

 

International Conference, Hamburg 16.-19.11.14

MAPPING WESTERN SEFARDIC DIASPORA IN THE CARIBBEAN

 

Karibik Konferenz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Eduard-Duckesz-Preis 2014

Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden und der Eduard-Duckesz-Fellow verleihen am 17. November 2014 den alle zwei Jahre verliehenen Eduard-Duckesz-Preis an die Wiener Historikerin Tina Walzer (M.A.).  Sie erhält die Auszeichnung für ihre 2011 erschienene Monographie Der Jüdische Friedhof in Währing: Historische Entwicklung, Zerstörungen der NS-Zeit, Status quo.


Die Verleihung wird am Montag, den 17. November um 17:00 Uhr anlässlich der Konferenz MAPPING WESTERN SEFARDIC DIASPORA im Instituto Cervantes (s.o., Fischertwiete 1) stattfinden.

 

Tina Walzer Tina Walzer studierte Geschichte, Germanistik und Hungarologie. Sie setzt sich seit Jahren gegen den weiteren Verfall des in der NS-Zeit stark zerstörten Friedhofs Währing ein. Seit 1995 arbeit sie in Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultus-gemeinde Wien an der historischen, bautechnischen und architektonischen Inventarisierung des Friedhofs. Zudem erstellte sie eine biographische Datenbank der dort Bestatteten.

 


Ein weiterer Schritt zum Weltkulturerbe -
JÜdischer Friedhof Altona

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) ist den Empfehlungen des Expertenbeirats gefolgt und hat den jüdischen Friedhof Altona, hier besonders den portugiesischen Teil,  auf Platz 2 der Kategorie 1 „Stätten, die sowohl von außergewöhnlichem universellen Wert sind als auch einer unterrepräsentierten Kategorie angehören“,  gesetzt.

 

Der Eduard-Duckesz-Fellow setzt sich zusammen mit dem Denkmalschutzamt seit Jahren für den Eintrag des Jüdischen Friedhofs Altona in das Weltkulturerbe der UNESCO ein. Der Antrag muss nun in den nächsten Jahren begründet werden. Die endgültige Entscheidung ist jedoch der UNESCO vorbehalten.

 

Tentativliste (pdf)

Votum des Fachbeirats (pdf)


PORTUGAL EHRT DIE ENDE DES 16. JAHRHUNDERTS AUS PORTUGAL VERTRIEBENEN JUDEN (SEFARDEN)

Botschafter PortugalAm 8. Juni 2014 wurde im Beisein des Botschafters der Republik Portugal und der Generalkonsulin Portugals in Hamburg im Eduard-Duckesz-Haus auf dem Jüdischen Friedhof Altona eine Gedenktafel enthüllt:


 

 

Homenagem de portugal em memoria
Dos sefarditas portugueses de hamburgo
Cemiterio judaico de hamburgo
8 de junho de 2014

PORTUGAL GEDENKT
DER PORTUGIESISCHEN SEFARDEN IN HAMBURG
JÜDISCHER FRIEDHOF HAMBURG-ALTONA
8. JUNI 2014

 

Anlässlich der Feierlichkeiten hielt Michael Studemund-Halévy, docteur ès-lettres, als Eduard-Duckesz-Fellow eine kurze Rede:

Rede auf portugiesisch (pdf)

Rede auf englisch (pdf)


Grabstein wiederaufgefunden

Der nach der Bombarierung des Hamburger Teils des Jüdischen Friedhofs Altona zerstört gelaubte Grabstein von Samson Heine (Vater von Heinrich Heine) wurde 2013 von Dan Bondy wieder aufgefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ort und Erinnerung

Ort und Erinnerung

In seinem „Streifzug durch die deutschen Großgemeinden“, der 1930 im Israelitischen Familienblatt erschien, durchwandert der fünfundzwanzigjährige Martin Cohen das jüdische Hamburg, von der Neustadt, über St. Pauli und den Hafen nach Klein Jerusalem im Grindel-Viertel, vorbei an Wohnhäusern, Synagogen, Schulen, einem jüdischen Krankenhaus, Friedhöfen und den jüdischen Wohnstiften, die für ihn eindrucksvoll den hohen Verbürgerlichungsgrad der Hamburger Juden zeigen und sichtbarer Ausweis ihres überproportionalen Anteils an der städtischen Mittel- und Oberschicht sind, gleichzeitig aber auch Beleg für die finanziellen Nöte der jüdischen Unterschicht, die auf kostenlosen Wohnraum ebenso angewiesen war wie die christliche Bevölkerung. Hamburg, so scheint es, war eine Stadt, in der jüdisches Leben und seine religiös-kulturelle Topographie für jedermann sichtbar war. Eine Stadt, in der jüdisches Leben Vergangenheit und Gegenwart – und, so hoffte man – auch noch eine Zukunft haben würde.

 

Heute ergibt sich ein gänzlich anderes Bild: Martin Cohens Beschreibung folgend, versucht das Buch die Spuren jüdischer Geschichte in Hamburg in Bilder zu fassen. Die Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Aufnahmen offenbart die Lücken, die Zerstörung, Verfolgung und Vernichtung im Stadtbild hinterlassen haben.

 

 

Ort und Erinnerung. Ein historischer Streifzug durch das Jüdische Hamburg von 1930

Hrsg. von Michael Studemund-Halévy und Anna Menny, Hamburg 2013


DIE PARDOS - VOM OSMANISCHEN REICH ÜBER DIE NEUE WELT NACH HAMBURG

 

Blicke in die Ewigkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Verfilmung der Grabsteine

 

Blicke in die Ewigkeit Der für das Weltkulturerbe der UNESCO vorgeschlagene Jüdische Friedhof Altona wurde in den letzten Monaten verfilmt: Stein für Stein, Reihe für Jahre, Areal für Areal.

Das Projekt des Eduard-Duckesz-Fellows wurde von Michael Studemund-Halévy vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden betreut und von der spanischen Filmemacherin Ainhoa Montoya Arteabaro umgesetzt.

Dauer der DVD: ca. 4,5 Stunden.

 

 

 


Preisverleihung an Michael Studemund-HalÉvy
Preisverleihung an Michael Halevy

Am 4. Juni 2013 wurde anlässlich der 100sten Ausgabe der judenspanischen Zeitschrift EL AMANESER und der internationalen Tagung der Casa de Sefarad- Israel in Istanbul der von den Jüdischen Gemeinden der Türkei gestiftete Premio El Amaneser an Michael Studemund-Halévy vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden und Eduard-Duckesz-Fellow der Hermann Reemtsma Stiftung für seine Forschungen zum Judenspanischen verliehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Preisverleihung an Michael Studemund-HalÉvy

Preisverleihung an Michael Halevy

Michael Studemund-Halévy und Prof. Esther Benbassa (Direktorin des Centre Alberto Benveniste an der Sorbonne)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Michael Studemund-Halévy, Sprachwissenschaftler und  Mitarbeiter am Institut für die Geschichte der deutschen Juden und Eduard-Duckesz-Fellow der Hermann Reemtsma Stiftung, wurde am 21. Januar 2013 in der Université de Paris-Sorbonne als dreizehntem Preisträger der renommierte Wissenschaftspreis Prix Alberto Benveniste 2013 für seine Arbeiten zur Geschichte der portugiesischen Juden in Hamburg und zur Erforschung des Judenspanischen verliehen. 



Datenbank aller Hamburger, Altonaer, Wandsbeker und Harburger JÜdischen FriedhÖfe

Der erste Arbeitsschritt für die Erstellung einer Datenbank aller Hamburger, Altonaer, Wandsbeker und Harburger Jüdischen Friedhöfe ist abgeschlossen. Insgesamt wurden auf 59 CDs nicht weniger als 73 Grab- und Sterberegister inventarisiert (ca. 8000 scans). Im nächsten Arbeitsschritt werden die Register in eine Datenbank überführt. Kopien der CDs haben erhalten: Jüdische Gemeinde Hamburg, Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburger Gesellschaft für Jüdische Genealogie; Hamburger Staatsarchiv, Verwaltung Jüdischer Friedhof Ilandkoppel/Ohlsdorf und das Salomon-Steinheim-Institut (Essen).

 

Verantwortlich für das Datenbankprojekt ist Jürgen Sielemann, der das Projekt auch angeregt hat. Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden wird das mehrjährige Forschungsvorhaben mit Geldern des Eduard-Duckesz-Fellowship der Hermann Reemtsma Stiftung und der Behörde für Wissenschaft und Forschung finanzieren.

 

Projektmitarbeiter: Jürgen Sielemann (Hamburger Gesellschaft für Jüdische Genealogie), Sylvia Steckmest (Hamburger Gesellschaft für Jüdische Genealogie), Dr. Lena Gerhardt und Michael Studemund-Halévy, docteur ès-lettres (Eduard-Duckesz-Fellow / Institut für die Geschichte der deutschen Juden).


Stolperstein für Rabbiner Eduard Duckesz

Am 2. August 2012 wurde in Anwesenheit von Landesrabbiner Sh. Bistzritzky, Vertretern der Jüdischen Gemeinde Hamburg und zahlreichen Mitarbeitern des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden ein Stolperstein für Rabbiner Eduard Duckesz vor dem Eingang zum Jüdischen Friedhof Altona verlegt.
Der am 6. März 1944 in Auschwitz ermordete Rabbiner Duckesz zählt zu den herausragenden und frühen Erforschern der Hamburger Jüdischen Friedhöfe.

 

Stolperstein DuckeszStolperstein Eduard-Duckesz

 
 
 



 

 


Am 17. Oktober 2012 wurde in Madrid dem Jerusalemer Rabbiner und Bibliothekswissenschaftler Dr. Dov Cohen der 2012 zum ersten Mal verliehene Eduard-Duckesz-Preis übergeben, der vom Eduard-Duckesz-Fellow und dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGDJ) verliehen wird.


Otto Quirin – Hamburger JÜdische Portraits


hg. von Ina S. Lorenz und Michael Studemund-Halévy, mit einer Einführung von Maike Bruhns
Hamburg 2012, ConferencePoint Verlag, 144 Seiten, über 100 Abbildungen

ISBN: 978-3936406382

Preis: 25 €

 

Zu beziehen über den Buchhandel, den Verlag (CPVerlag@aol.com) und amazon oder über das Institut für die Geschichte der deutschen Juden(halevy.igdj@gmail.com)


Mehrere neue Projekte

werden vom Eduard-Duckesz-Fellow initiiert bzw. aktiv begleitet:


I WORLD CULTURAL HERITAGE

Im Rahmen des Projektes WORLD CULTURAL HERITAGE waren Dan Bondy (Steinheim Institut, Duisburg-Essen) und Michael Studemund-Halévy (IGDJ) in Surinam, wo sie mit Vertretern der Regierung, der Stadtverwaltung, der UNESCO-Beauftragten, der Arbeitsgruppe WELTKULTURERBE JODENSAVANNE und zahlreichen Wissenschaftlern über das gemeinsame Welterbe Projekt JODENSAVANNE – JÜDISCHER FRIEDHOF ALTONA diskutierten. Ein erster Bericht liegt der Kulturbehörde vor, weitere Schritte werden im Denkmalschutzamt diskutiert. Zusammen mit Kollegen aus Surinam bereiten Dan Bondy und Michael Studemund-Halévy eine Dokumentation über dieses ambitionierte Projekt vor.

 

II  SCHULPROJEKT HAMBURGER JÜDISCHE FRIEDHÖFE
In Zusammenarbeit mit Hamburger Schulen werden für alle Hamburger Jüdischen Friedhöfe umfangreiche Flyer erstellt, die den Besuchern eine ersten Orientierung ermöglichen sollen. Später werden diese Flyer Bestandteil einer umfangreichen Broschüre „Wegweiser zur den Hamburger Jüdischen Friedhöfen“ werden.

 

III  PROJEKT: SYSTEMATISCHE FILMISCHE DOKUMENTATION DES JÜDISCHEN FRIEDHOFS ALTONA
Eine spanische Filmstudentin und Filmemacherin wird den Jüdischen Friedhof Altona dokumentieren: Stein für Stein, Grabreihe für Grabreihe, Geviert für Geviert, etc.

 

IV  DIGITALE BIBLIOTHEK „JÜDISCHES HAMBURG“
Das ambitionierte Programm wird in den nächsten Monaten Links von zahlreichen Digisaten von Büchern, die für die Geschichte der Juden von Hamburg, Altona und Wandsbek wichtig sind, sowie die grundlegenden Werke der in Hamburg, Altona und Wandsbek lehrenden Rabbiner und Gelehrten auf die Website stellen (www.jüdischer-friedhof-altona).

 

V GESCHICHTOMAT 

Der Eduard-Duckesz-Fellow beteiligt sich mit den Hamburger Jüdischen Friedhöfen an dem Pilotprojekt GESCHICHTOMAT.


Rückblick